Tore und Türtechnik für Industrie und Logistik

Ein Tor ist hier Teil des Materialflusses, kein Bauteil in der Fassade. Steht es, steht die Rampe. Wir legen Toranlagen nach der tatsächlichen Zyklenzahl aus, warten sie im Schichtfenster und halten die Prüfpflichten dokumentiert nach.

Ausgangslage

Wenn das Tor den Takt bestimmt

Die häufigste Ausfallursache in der Logistik ist kein Materialermüdungsbruch, sondern der Stapler. Anfahrschäden an Zargen, Führungsschienen und Torblättern machen den Großteil der Störungen aus, und sie treffen fast immer das Tor mit dem meisten Verkehr.

Das zweite Thema ist die Zeit. Ein langsames Tor im Dauerbetrieb kostet nicht nur Takt, sondern auch Wärme: Jeder Öffnungsvorgang zieht Hallenluft nach draußen. Bei hohen Frequenzen rechnet sich ein Schnelllauftor allein über den Energieverlust.

Und schließlich die Pflichten. Toranlagen sind Arbeitsmittel. Prüfung, Protokoll und Nachweis liegen beim Betreiber, unabhängig davon, wer das Tor einmal geliefert hat.

Priorität im Störfall

Wir priorisieren Störungen nach dem Grad der Beeinträchtigung. Ein stehendes Tor in der Warenannahme kommt vor einem klemmenden Türschließer im Verwaltungstrakt. Das klären wir vorher, damit im Ernstfall niemand diskutieren muss.

Torbauarten

Welches Tor zu welchem Takt passt

Die Bauart folgt der Nutzung: Zyklen pro Tag, Öffnungsmaß, Platz an der Wand und die Frage, ob die Halle temperiert ist.

Sektionaltor
Der Standard an der Rampe. Läuft unter die Decke, braucht keine Fläche davor und lässt sich gut dämmen. Mindestens Windlastklasse 2 nach DIN EN 12424.
Rolltor
Platzsparend, weil das Behang auf eine Welle läuft. Gute Wahl bei wenig Sturzhöhe und dort, wo über dem Tor Technik sitzt.
Schnelllauftor
Für hohe Taktzahlen im Innen- und Außenbereich. Kurze Öffnungszeiten senken Zugluft und Wärmeverlust spürbar, oft als zweites Tor hinter dem Außentor.
Falt-, Hub- und Tiefgaragentor
Für Sonderfälle: begrenzter Platz seitlich oder über dem Sturz, große Öffnungsmaße oder Zufahrten unter Gebäuden.
Normen & Pflichten

Was für Toranlagen im Betrieb gilt

Typische Aufträge

Was Betriebe bei uns beauftragen

Im Zentrum stehen die Toranlagen selbst: Sektional-, Roll- und Schnelllauftore, geplant nach Zyklenzahl, Öffnungsmaß und Windlast. Dazu Antrieb, Steuerung und die Sicherheitseinrichtungen, die die Norm für die jeweilige Nutzung verlangt.

Direkt daneben liegen die Neben- und Fluchttüren, Brand- und Rauchschutztüren zwischen Halle und Verwaltung. Sie fallen im Alltag kaum auf und stehen bei jeder Begehung auf der Liste.

Wo Bereiche getrennt gehören, etwa Lager, Technik und Verwaltung, kommt eine Schließanlage oder elektronische Zutrittskontrolle mit dokumentierter Berechtigungsvergabe dazu.

Der laufende Teil ist die jährliche Prüfung durch einen Sachkundigen samt Protokoll und Prüfplakette je Anlage, herstelleroffen auch für Tore, die ein anderer Betrieb geliefert hat.

Zusammenarbeit

Wartung im Schichtfenster

  1. Aufnahme aller Toranlagen
    Wir erfassen jedes Tor mit Bauart, Antrieb, Maßen, Zustand und einer Schätzung der täglichen Zyklen. Daraus ergibt sich, was Wartung ist und was Ersatz.
  2. Angebot nach Priorität
    Die Positionen sind nach Dringlichkeit sortiert: erst Sicherheit und Prüfpflicht, dann Verfügbarkeit, dann Energie und Komfort.
  3. Wartungsfenster abstimmen
    Gearbeitet wird in der Schichtpause, in der Nachtschicht oder am Wochenende, je nachdem, wann die Rampe frei ist.
  4. Ausführung und Prüfung
    Nach Montage oder Instandsetzung prüfen wir Sicherheitseinrichtungen und Krafteinwirkung und dokumentieren das Ergebnis je Anlage.
  5. Protokoll, Plakette, Intervall
    Jede Anlage bekommt Prüfprotokoll und Plakette. Das Intervall richtet sich nach der Nutzungsfrequenz, nicht nach dem Kalender allein.
Häufige Fragen

Was Betriebe uns oft fragen

Wie oft muss ein Industrietor geprüft werden?
Mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen. Grundlage sind ASR A1.7, die DGUV Information 208-022 und die Betriebssicherheitsverordnung. Bei hoher Nutzungsfrequenz verkürzt sich das Intervall, das legt der Betreiber über die Gefährdungsbeurteilung fest.
Lohnt sich ein Schnelllauftor bei uns?
Das entscheidet die Zyklenzahl. Je häufiger ein Tor öffnet und je stärker der Temperaturunterschied, desto schneller rechnet sich die kurze Öffnungszeit über Energie und Takt. Bei wenigen Bewegungen am Tag ist ein Sektionaltor die sinnvollere Wahl.
Was tun bei Anfahrschäden durch Stapler?
Erst prüfen, dann fahren. Ein verzogenes Torblatt oder eine angefahrene Führung kann Sicherheitseinrichtungen außer Funktion setzen. Wir bewerten den Schaden, setzen instand oder tauschen die betroffene Sektion, statt das ganze Tor zu erneuern.
Warten Sie auch Tore anderer Hersteller?
Ja, im Service arbeiten wir herstelleroffen. Wir prüfen vorab, ob Ersatzteile für die Anlage noch lieferbar sind. Ist die Versorgung ausgelaufen, sagen wir das offen, damit Sie zwischen Instandhaltung und Ersatz entscheiden können.
Nächster Schritt

TORE EINMAL DURCHPRÜFEN LASSEN?

Schildern Sie uns über das Formular kurz Ihre Anlagen: Anzahl der Tore, Bauart und ungefähre Zyklen am Tag. Sie bekommen eine Ersteinschätzung und einen Vorschlag für ein Wartungsfenster, das zu Ihren Schichten passt. Erreichbar Mo–Fr 8–20 Uhr.