Automatiktüren für Praxen und Kliniken

Der Eingang muss barrierefrei sein, hygienisch und im Winter trotzdem dicht. Gleichzeitig darf der Betrieb nicht stehen: Sprechstunde und Transporte laufen weiter, während gearbeitet wird. Darauf legen wir Planung, Montage und Prüfung aus.

Ausgangslage

Wo es am Eingang klemmt

Die meisten Anfragen aus Praxen und Kliniken beginnen an derselben Stelle: am Haupteingang. Eine Drehtür, die zu schwer geht. Oder ein Antrieb aus den Nullerjahren, der noch läuft, aber nicht mehr sauber zwischen einer zügig gehenden Person und einem Rollator unterscheidet.

Dazu die Türen im Inneren. Wer die Hände frei halten muss, drückt sie mit dem Ellbogen oder der Hüfte auf. Das ist der Punkt, an dem Beschläge ausschlagen und an dem berührungsloses Öffnen kein Komfort mehr ist, sondern Hygiene.

Über allem steht der Betrieb. Ein Eingang, der drei Tage gesperrt ist, verschiebt Sprechstunden und Transporte. Deshalb entscheidet hier oft weniger die Technik als die Frage, wie sie eingebaut wird.

Meist ist es die Sensorik

Ältere Anlagen erkennen langsame Personen schlecht: Die Tür schließt zu früh oder öffnet zu spät. Häufig lässt sich das mit neuer Sensorik und einer sauberen Einstellung lösen, ohne die ganze Anlage zu tauschen.

Besonderheiten

Worauf es im Gesundheitsbau ankommt

Vier Anforderungen treffen hier an derselben Tür zusammen, und sie widersprechen sich teilweise.

Öffnen ohne Handkontakt
Näherungssensorik, Ellbogentaster oder Automatikbetrieb halten Türgriffe aus dem Weg. In Behandlungs- und Sanitärbereichen ist das der wirksamste Hygienehebel.
Barrierefreiheit
DIN 18040-1 gibt Durchgangsbreiten, Bewegungsflächen und Bedienkräfte vor. Bei öffentlich zugänglichen Gebäuden ist das keine Empfehlung, sondern Vorgabe.
Bettendurchgang
Wo Betten fahren, entscheidet das lichte Maß. Zarge, Beschlag und Anschlag müssen dazu passen, sonst leidet die Tür bei jedem Transport.
Fluchtweg
Wartebereiche und Flure sind Rettungswege. Türen dort brauchen geprüfte Beschläge und eine Notöffnung, die auch bei Stromausfall funktioniert.
Normen & Pflichten

Was für Praxis und Klinik gilt

Typische Aufträge

Was Praxen und Kliniken beauftragen

Am Eingang geht es meist um automatische Schiebe- oder Drehflügeltüren samt Sensorik, Gefahrenanalyse und Notöffnung. Bei stark frequentierten Eingängen kommt der Windfang dazu, weil sonst jede Öffnung Wärme kostet.

Im Inneren sind es die Objekttüren mit ausreichendem lichtem Maß sowie Rauch- und Brandschutztüren im Flur. Oft reicht es, Beschlag und Schließer zu tauschen, statt die komplette Tür zu erneuern.

Wo Bereiche getrennt gehören, etwa Medikamenten-, Labor- und Technikräume, planen wir Schließanlagen oder elektronische Zutrittskontrolle mit nachvollziehbarer Berechtigungsvergabe. Verlorene Transponder lassen sich sperren, ohne die Anlage zu tauschen.

Läuft alles, bleibt die Pflicht: die jährliche sicherheitstechnische Prüfung und Wartung durch einen Sachkundigen, auf Wunsch auch für Anlagen, die ein anderer Betrieb eingebaut hat.

Zusammenarbeit

Umbau im laufenden Betrieb

  1. Begehung mit den Verantwortlichen
    Wir sehen uns Eingang, Wege und Türen an, gemeinsam mit Haustechnik und, wo vorhanden, der Hygienebeauftragten. Kurze Wege sparen später Rückfragen.
  2. Planung und Gefahrenanalyse
    Türtyp, Antrieb, Sensorik und Notöffnung werden nach Norm festgelegt. Daraus ergibt sich, welche Sicherheitseinrichtungen die Anlage tatsächlich braucht.
  3. Termine in Randzeiten
    Gearbeitet wird vor der Sprechstunde, nach Feierabend oder an Schließtagen. Den Zeitplan stimmen wir vorher ab, damit Sie ihn einplanen können.
  4. Abschnittsweise Montage
    Wir arbeiten staubarm und in Abschnitten. Ein zweiter Zugang bleibt nutzbar, der Eingang ist am Ende jedes Arbeitstags verschließbar.
  5. Inbetriebnahme und Prüfung
    Nach der Einweisung des Personals übernehmen wir auf Wunsch die jährliche Prüfung mit Protokoll, passend zur Dokumentation des Hauses.
Häufige Fragen

Was Praxen uns oft fragen

Können Sie im laufenden Praxisbetrieb arbeiten?
Ja, das ist der Normalfall. Wir legen die Termine in Randzeiten oder auf Schließtage und arbeiten abschnittsweise, damit ein Zugang nutzbar bleibt. Wie lange der Eingang eingeschränkt ist, sagen wir vor der Montage, nicht danach.
Wie oft muss eine automatische Tür geprüft werden?
Mindestens einmal jährlich durch einen Sachkundigen, zusätzlich vor der Erstinbetriebnahme und nach baulichen oder funktionalen Änderungen. Das gilt unabhängig vom Hersteller. Grundlage sind DIN 18650 und DIN EN 16005.
Wie breit muss eine Tür sein, durch die Betten fahren?
Mindestens 1,25 m lichte Breite und 2,10 m lichte Höhe. Entscheidend ist das lichte Maß im geöffneten Zustand, nicht das Rohbaumaß. Beschläge und Anschläge können es zusätzlich verringern, deshalb messen wir vor Ort nach.
Lohnt sich das Nachrüsten der Sensorik oder gleich ein Austausch?
Das entscheidet der Zustand des Antriebs. Ist er mechanisch in Ordnung und noch mit Ersatzteilen versorgt, ist neue Sensorik samt Einstellung meist die günstigere Lösung. Fehlen Ersatzteile, rechnet sich der Austausch schneller, als es zunächst aussieht.
Nächster Schritt

EINGANG BARRIEREFREI UMBAUEN?

Beschreiben Sie uns über das Formular kurz Ihren Eingang: Türtyp, Alter der Anlage, tägliche Frequenz. Sie bekommen eine Ersteinschätzung und einen Vorschlag, wie sich der Umbau ohne Betriebsunterbrechung planen lässt. Erreichbar Mo–Fr 8–20 Uhr.